TPRF hilft in Afrika

Speisung der Ärmsten dieser Welt
Die Prem Rawat Stiftung berichtet am Donnerstag, 28. Oktober 2010

Niger, ein extrem trockenes Land ohne Meereszugang in der westafrikanischen Wüstenzone, wurde von der Uno als der ärmste Staat der Welt eingestuft. Zu den am meisten notleidenden Bewohnern gehören Angehörige der Tuareg und Wodaabe, zweier Nomadenstämme, die in der zentralen Region Agasez leben. Diese Stämme, deren Lebensgrundlage ihre Ziegen-, Schaf- und Kamelherden sind, erhalten keine Unterstützung vom Staat oder von Nichtregierungsorganisationen. Ihr Überleben ist bedroht von fortschreitender Wüstenbildung, Trockenheit und politischen Unruhen.

Die Prem-Rawat-Stiftung (TPRF) hat nun 30 000 US-Dollar an „Rain for the Sahel and Sahara“ (RAIN) übergeben, eine der wenigen Organisationen, die die Nomaden unterstützen. Mit ihrer Hauptniederlassung in New Hampshire, doch überwiegend verwaltet von Nigrern, hilft RAIN der entrechteten Minderheit, chronischen Hunger, Krankheiten und die hohe Sterblichkeitsrate zu überwinden. So erhalten mit der Unterstützung von TPRF 135 Schulkinder ein Jahr lang drei Mahlzeiten am Tag. RAIN wird außerdem Tierfutter kaufen, das zum Einkaufspreis an die 50 000 Hirten der Region abgegeben wird.

Für die Nomaden von Niger ist Hunger ein ständiger Feind. Nach Auskunft der Weltgesundheitsorganisation sind über die Hälfte der Kinder chronisch mangelernährt, zwölf Prozent sogar akut unterernährt. Von denen, die überleben, ist die Hälfte im Wachstum zurückgeblieben, 44 Prozent haben Untergewicht. Für die örtlichen Schulen ist es entscheidend wichtig, die Schüler mit Essen zu versorgen. Dies ist der Grund, warum Eltern ihre Kinder in die Schule schicken, wenn sie immer weiter entfernt von ihren angestammten Weidegründen umherziehen, um ihre Herden am Leben zu erhalten. „Gibt es in den Schulen kein Essen, gibt es auch keine Schüler“, erklärt Bess Palmisciano, Manager von RAIN. „Stellt man aber Essen für die Schüler bereit, schafft man damit gleichzeitig die Chance auf Schulbildung. Wissen die Eltern, dass ihre Kinder dort zu essen bekommen, schicken sie sie zur Schule, anstatt sie zu Hause als Hilfe zu behalten.“

Indem RAIN große Mengen Futtermittel kauft, solange es noch preiswert ist, hilft die Organisation den Hirten, ihre Tiere am Leben zu erhalten und ihre Herden aufzubauen. Das ist ein wichtiger Schritt zu einer gesicherten Ernährungslage und letztlich zu Selbstversorgung, ohne die traditionelle Lebensweise zu opfern.

 
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